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“Lughnasadh” das Schnitterfest der Kelten am 1.8. – Das Erntedankfest

Inhaltsverzeichnis

Nach dem Ende des Sommers wird in unserem Kulturkreis vor allem in ländlichen Gebieten das Erntedankfest gefeiert.

Woher stammen die Ursprünge und was sind die Hintergründe hinter diesem sinnlichen Fest? Wir haben uns damit ein wenig näher beschäftigt und viele Informationen gewonnen.

Was ist das Entedankfest?

Das Erntedankfest ist ein christliches Fest im Herbst. Die Gläubigen danken nach der Ernte Gott für die Erträge in Landwirtschaft und Gärten.

Es ist die Zeit des Aufatmens. Nach einer reichen Ernte ist die Freude groß, es wird gefeiert und es wird sich für die Gaben bei Gott bedankt. Es soll daran erinnern, dass eine gute Ernte nicht allein in Menschenhand liegt und die Natur dementsprechend gewürdigt werden sollte. Es ist ein Fest tiefster Dankbarkeit und äußert sich auch im Verteilen der Erntegaben an bedürftige Menschen und Institutionen.

Der genaue Zeitpunkt des Festes unterscheidet sich stark nach Land und Gebiet, liegt aber zumeist im September oder Oktober. In der römisch-katholischen Kirche empfiehlt die Deutsche Bischofskonferenz 1972 den ersten Sonntag im Oktober als Termin.

Die Ursprünge des Erntedankfestes

Schon in vorchristlicher Zeit gab es in vielen Gebieten diese Feste. Bereits in der Antike wurde in Griechenland der Göttin Demeter, die Göttin für Fruchtbarkeit und Getreide, viele Gaben geopfert. Auch in Ägypten und im alten Rom wurden den verschiedenen Fruchtbarkeitsgöttern Opfergaben als Dank für die Ernte dargebracht.

Im jüdischen und christlichen Brauchtum ist es seit dem 3.Jahrhundert belegt. Die uns heute bekannte Tradition ist auf den Brauch des bäuerlichen Arbeitslebens im 18.Jahrhundert zurückzuführen, bei dem nach Abschluss der Ernte das Gesinde dem Bauern einen geflochtenen Kranz überreichte und danach ein Festessen serviert bekam. Die bäuerliche Feier war eine Entlohnung für alle, die bei der Ernte mitgeholfen hatten. Nach dem üppigen Essen wurde getanzt, musiziert und gefeiert. Aus dieser Tradition entwickelte sich dann später die Jahrmärkte mit Karussels und Imbissstände, wie sie vielerorts heute noch im Herbst stattfinden.

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Das Schnitterfest der Kelten „Lughnasadh“ am 1.8.

Das Lichterfest “Lughnasadh” („Hochzeit des Lichts“) feiert in der Nacht auf den 1.8. den Beginn der Erntezeit und des Herbstes. Es ist eines der vier Mondfeste und gehört damit mit Samhain, Imbolc und Beltane zu den ursprünglichen keltischen Jahreskreisfesten.

Die Ursprünge gehen auf die Huldigung des Sonnengottes und Gott des Lichts Lugh und seiner Ziehmutter Tailtiu, die Fruchtbarkeitsgöttin und Erdmutter, in der keltischen Mythologie zurück.

Die Göttin soll sich einer Legende nach für das irische Keltenvolk geopfert haben, damit diese ihre Felder bestellen und leben konnten. Aus Dankbarkeit heraus wurden am 1.8., ihrem Todestag, alljährliche Trauerspiele veranstaltet. Die „Hochzeit des Lichts“ wurde mit Opferessen, sportlichen Wettkämpfen und Ritualen und einem großen Feuer zelebriert. Wichtig war der Festfrieden – es durften keine Art von Verunreinigungen stattfinden (Kämpfe, Versammlungen, Orgien).

Das Fest wurde mit hoher Bedeutung bis ins 9.Jahrhundert gefeiert, dann wurde es seltener und geriet teilweise ganz in Vergessenheit. Heute greifen neuheidnische Religionen und die Wicca-Bewegung diesen Feiertag wieder auf. Das Fest trägt dann auch oft den Namen „Lammas“. Es wird das Ende der Zeit der Leichtigkeit und der erneute Beginn der Arbeit gefeiert. Oftmals wird eine Kornpuppe, die als lebensgroße Puppe auf einem Feld steht, geopfert und feierlich verbrannt.

Lugnasadh wird auch das „Schnitterfest“ genannt – es soll genutzt werden um alte Zöpfe abzuschneiden, Altes loszulassen und neue Orientierungen zu suchen. Es fordert dazu auf, einen bewussten Schnitt zu machen und sich zu trennen von allem, was man nicht mehr braucht um immer mehr frei zu sein für das Wesentliche, was das Leben nährt und erfüllt.

Die Erntdankfestfeier und die Erntedankkrone

Die christliche Erntedankfeier wird in der Kirche oder bei einer Prozession veranstaltet. In der Kirche werden Feldfrüchte, Obst, Gemüse und Getreide dekorativ aufgestellt. Auch Gaben wie Mehl, Honig oder Wein werden bei dem feierlichen Gottesdienst geweiht und gesegnet.

In vielen Gegenden werden aus Getreide, Weinreben, Buchs und Blumen eine aufwendige Erntekrone geflochten, die dann durch das Gemeindegebiet während der Prozession von jungen Männern getragen oder auf einem bunt geschmückten Wagen durch den Ort gefahren wird. Oder sie wird feierlich in der Kirche aufgestellt.

Die Erntedankkronen sind das bildhafte Symbol für die eingebrachte Ernte. Die Krone ist das Symbol der Macht, der Kranz steht ohne Anfang und Ende für die Ewigkeit. Der Umzug wird oft begleitet von Musikern, Kindergruppen und diversen ansässigen Traditionsvereinen.

Das Erntdankfest in anderen Kulturen

In den USA heißt das Erntedankfest „Thanksgiving Day“ und wird am 4.Donnerstag im November gefeiert. Es ist ein staatlicher Feiertag und wird groß im familiären Umfeld mit dem traditionellen Truthahn-Essen gefeiert. In den USA wie auch in Kanada ist das Fest aber nicht nur ein Dankesfest für die Ernte, sondern ein Dankesfest für alles Gute und allen Erfolg im Jahr.

In Japan wird das „Niiname-sai“, ein altes kaiserliches Erntedankfest am 23.11., dem Feiertag des Dankes für die Arbeit, gefeiert. In Süd- und Ostasien haben sich große Volksfeste entwickelt. In der tamilischen Kultur feiert man das viertägige Pongalfest und in Japan Matsuri-Feste das ganze Jahr über. In vielen Regionen wird nicht nur im Herbst gedankt, sondern es gibt auch im Frühjahr und Sommer Feste und Rituale für gute Ernten und gutes Wetter.

Die ethische Bedeutung des Erntedankfestes

In den Gottesdienstfeiern wird Dank für alle gewonnene Nahrungsmittel ausgesprochen. Aber auch die Bewahrung der Schöpfung und die Verantwortung gegenüber Natur und Tiere findet große Bedeutung und Beachtung.

Zudem ist das Fest auch eine Aufforderung zum Teilen. Es finden viele Spenden und Schenkungen von Lebensmitteln statt. Auch wird zu Spendenaktionen für Hilfsprojekte aufgerufen.

Auch jeder von uns kann diese tiefe Dankbarkeit teilen und ausdrücken. Indem man einen Getreidekranz bindet oder bewusst ein selbstgemachtes Brot verzehrt, kann man seine Dankbarkeit gegenüber der Natur Ausdruck verleihen. Es ist eine Möglichkeit sich wieder mehr der Natur zuzuwenden und dankbar für alle Gaben zu sein, die man im Laufe des Jahres von ihr erhalten darf.

Copyright Fotos: Vladislav Vasilev, Paz Arando, Element5 Digital, Debby Hudson

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